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Den Cthulhu Mod Hastur finden Sie bei Dampfmatiker hier.

Testbericht von Christoph Keller

Wer oder was ist Cthulhu? Es ist nichts Chinesisches, wenngleich diese äußerst interessante Company in China ansässig ist. Cthulhu (ausgesprochen wie „Ktuhluh“) ist ein Fantasiewesen aus der literarischen Welt von Howard Phillips Lovecraft (1890-1937). Damit begründete Lovecraft den Cthulhu-Mythos, eine Welt von übermenschlichen, intergalaktischen Wesen. Cthulhu selbst hat ein menschenähnliches Aussehen mit Tentakeln an der unteren Gesichtshälfte, was dann wohl auch das Logo der Chinesischen Company beeinflusst hat.

Produktbewertung von Christoph Keller:
5/5

Anmerkung: Der originale im DAMPFERmagazin veröffentlichte Testbericht berücksichtigt die beiden Hastur-Modelle, den Hastur und den Hastur Mini. Im Dampfmatiker-Sortiment befindet sich momentan nur der große, eben der “Hastur MTL”, da er aus unserer Sicht den “Hastur Mini” bei weitem hinter sich lässt. Dennoch vergleicht dieser Testbericht beide Modelle.

Mir gefällt das Design beider Hastur-Tanks außerordentlich gut, es ist sehr traditionell aber dennoch eigenständig und sehr liebevoll mit sehr schönen Details gestaltet. Beide Verdampfer sind sowohl in schwarz als auch in silber erhältlich, der Mini hat ein Profil von 22, der Hastur MTL eines von 24 mm. Bis auf die Topcap, die per Öffnen über einen sehr schicken Bajonettverschluß das Befüllen von oben erlaubt, haben beide Modelle nicht viel gemeinsam. Insbesondere das Deck ist beim neueren Hastur MTL gegenüber dem Mini etwas bedienungsfreundlicher, was das Wechseln der Airfloweinsätze angeht und um Längen durchdachter.

Ja, auch diese Verdampfer bieten austauschbare Airflowöffnungen unter der Coil, wobei die Konstruktion im Ganzen beim Hastur etwas ausgereifter und vor allem wesentlich flexibler ist. Die Einsätze lassen sich einfach stecken, beziehungsweise herausziehen, sie sind nicht geschraubt, sondern werden nur durch einen kleinen O-Ring in der Fassung gehalten.

Beim Hastur Mini sitzt die Airflow im Pluspolpin samt Post. Hier ist entsprechend der gesamte Pluspolteil des Decks über das Lösen der Plupolschraube am 510er-Anschluß zu wechseln. Das ist im Gegensatz zu dem Stecksystem des Hastur MTL etwas fummeliger bis die Schraube am Pluspol wieder wirklich fest angezogen ist. Was die Luftmodulation angeht, funktioniert die Airflow des Mini jedoch ganz gut. Am äußeren Airflowring des Mini gibt es lediglich drei Öffnungen zur Auswahl: 0,8, 1,2 und 1,4 mm. Demgegenüber ist ab Lieferung ein Airfloweinsatz mit zweimal 1,0 mm verbaut, was dann einer Öffnung von etwa 1,4 mm entspricht. Es macht hier also allenfalls die größte, äußere Einstellung von 1,4 mm Sinn, wobei der Luftzug recht eng ist, aber keine Kompression unter der Coil zum Tragen kommt. Die Auswahl der kleineren Öffnungen bringt zwar mehr Zugwiderstand aber keine optimiertere Luftmodulation. Dieser Umstand wird bei zumindest zwei der drei optional erhältlichen Airfloweinsätze etwas entzerrt: 0,6, 1,0 und 1,6 mm stehen dann unter der Coil zur Auswahl. Ich muss betonen, dass der Hastur Mini der erste Verdampfer ist, den ich getestet habe, der eine Lüftung von nur 0,6mm bereitstellt – Freunde des strammen Hardcore-MTL-Zuges dürften hier auf ihre Kosten kommen, denn damit haben wir ein Verhältnis von 2,3 : 1 von äußerer zu innerer Öffnung.

Die Airflow des neuen Modells, des Hastur MTL ist deutlich weiter entwickelt und wesentlich effizienter umgesetzt. Der äußere Airflowring stellt zwei stufenlos verstellbare breite Öffnungen bereit, von denen jede einer Kreisöffnung von circa 3,14 mm entspricht. Das ist ein gewaltiger Lufteinlass, vergleichbar mit dem des Dvarw oder dem des Skyline. Ganz gleich welche der Airfloweinsätze man verwendet, er wird immer kleiner sein, als die maximal einstellbare Außenöffnung – korrekterweise, denn der Zugwiderstand ergibt sich aus der Kompression unter der Coil.

Was die Auswahl dieser Airfloweinsätze betrifft, bleiben hier kaum Wünsche offen, denn mitgeliefert werden 1,0, 1,6, 2,0, 2,5 und 3,5 mm, optional erhältlich sind noch vier weitere mit jeweils 1,2, 1,4, 2 mal 1,0 und 3 mal 0,8 mm. Entsprechend effektiv arbeitet diese Airflow auf höchstem Niveau und dürfte zweifelsfrei als eine der best-arbeitenden Airflows am momentanen Markt gelten.

Wickeltechnisch sind beide Versionen des Hastur bestens zu handhaben, der große Hastur stellt auch Doppelposts bereit, in die man mit jeweils zwei Schrauboptionen auf jeder Seite sowohl rechts- als auch links gedrehte Coils verbauen kann. Die Verdampferkammer ist auch hier wieder bei beiden Versionen in schwebender Stellung mit den Watteöffnungen nach unten gebaut, ganz ähnlich zum Siren 2.

Wenn ich die beiden Hasturs konstruktions- und dampfergebnis-technisch miteinander vergleiche, hat es den Anschein, dass Cthulhu Mods mit dem Hastur Mini etwas „übertrieben“ hat. Ziel war es offensichtlich, einen kompromisslosen MTL-Verdampfer zu formen. Ein ultrastrenger Zug mag für den einen oder anderen MTL-Freund ja interessant sein, zumal er in diesem Fall auch physikalisch, also objektiv korrekt umgesetzt wurde. Allerdings schießt der Hastur Mini dabei etwas über das Ziel hinaus, da die Luft so engräumig transportiert wird, dass der Verdampfer mangels Kühlung der Coil und der sehr kleinen Bauweise recht schnell sehr warm wird, ebenso der Dampf.

Für mich persönlich ist er lediglich mit der original verbauten Doppelairflowöffnung (2 x 1 mm) zu dampfen. Dann stimmt auch das geschmackliche Ergebnis, aber ich habe immer wieder das Gefühl, dass die Airflow nicht ausgewogen reagiert.

Die Airflow des großen Bruders lässt hingegen praktisch keine Wünsche offen: die Physik stimmt an allen Stellen, die Auswahl der Einsätze lässt sich auf nahezu jeden Geschmack abstimmen, vorstellbar ist sogar ein sehr restriktives DTL, oder nennen wir es „chinesisches MTL“, denn dem Vernehmen nach sollen die Asiaten Zigaretten durchaus auf DTL-Art rauchen. Zusätzlich sind die Posts auf dem Deck so angelegt, dass die Coil trotz der vergleichsweise großen Kammer sehr eng eingefasst ist und der Dampfaustritt in den engen Kamin praktisch kaum noch einen Weg zurücklegen muss, somit sind ungünstige Diffussionen stark eliminiert.

Entsprechend stark sind Dampfkonsistenz und Geschmacksentwicklung des Hastur MTL: überaus inspirierend. Es macht mir große Freude, den Hastur zu dampfen, er bildet Nuancen sehr gut ab und schmeckt ungemein intensiv. Zusammen mit dem äußeren Design hat sich der 24mm-Hastur sehr schnell zu meinen Lieblingsverdampfern gesellt. Den Hastur Mini würde ich nur empfehlen, wenn man das tatsächliche Zigarettenfeeling dampfend erleben will, bei entsprechend zurückhaltender Dampfentwicklung. Was den großen Bruder angeht: für den aufgerufenen Preis ist er nach meiner Meinung ein Schnäppchen, das immer Spass machen wird.

Veröffentlicht in DAMPFERmagazin Nr. 58, 2019

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© Text und Bilder 2019 by Christoph Keller • Das Kopieren, Weitergeben und/oder die sonstige Verwendung dieses Textes oder der enthaltenen Bilder, ganz gleich in welcher Form, auch auszugsweise, ist ohne Erlaubnis des Urhebers untersagt.
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