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SmokerStore Taifun GT One Review Testbericht Dampfmatiker

Ansichten von Christoph Keller

Wenn die deutsche Verdampferschmiede SmokerStore mit einem neuen Verdampfer auftritt, wird die Dampfergemeinde im Allgemeinen immer so ein bißchen kribbelig, denn es ist spannend – immer wieder. Es gibt inzwischen doch eine beachtliche Reihe sehr guter Verdampfer in der Taifun-Reihe, sowohl für den DTL- wie auch für den MTL-Einsatz.

Ich persönlich sehe den GTR und auch den GX als äußerst gelungene Verdampfer an.

Wenn nun der GT One kommt, ist die Erwartungshaltung dementsprechend hoch. Ob sich der neue Taifun® GT One aus meiner Sicht in die traditionell überzeugende Qualität der Taifun-Reihe einpasst, wollen wir uns näher ansehen.

Vorangestellt

Dieser Testbericht, den Sie gerade lesen, ist die 2. Version eines Testberichtes, den ich zwar schon am 25. August 2021 fertig gestellt, jedoch nicht veröffentlicht hatte.

Jetzt, Ende September stehen wir kurz vor der endgültigen Veröffentlichung des SmokerStore Taifun GT One und ich präsentiere nun meinen überarbeiteten Testbericht zur überarbeiteten Version des GT One, die ich seit ein paar Tagen in Gebrauch habe.

 

Konzept

Das wohl auffälligste Merkmal des Taifun GT One, bevor man den Verdampfer selbst überhaupt gesehen haben muss, ist sein Preis, der laut SmokerStore durchaus zum Gesamtkonzept des Verdampfers gehört. Tatsächlich hat der GT One in der Grundausstattung einen Anschaffungspreis von unter 100€; 99€, um genau zu sein. Es spielt dabei im Grunde keine Rolle, ob der Abstand zur 100€-Schallgrenze nun eher marginal ist: ein echter Taifun-Verdampfer zu diesem Preis ist zweifelsfrei eine Ansage mit Aussage.

Ziel war es also, einen Taifun-MTL-Verdampfer zu einem deutlich niedrigeren Preis anzubieten, als es die Kundschaft bei SmokerStore gewohnt ist. Dass sich diese Preiskalkulation irgendwo auswirken muss, liegt grundsätzlich auf der Hand, wenn man weiß, welche Qualität SmokerStore in der Regel bietet.

Der GT One erinnert rein äußerlich an den ersten Taifun GT, im Innern ist er jedoch anders konstruiert. Er ist also weder eine Neuauflage noch eine Weiterentwicklung des alten GT. Das Deck weist eher eine gewisse Verwandtschaft zum Taifun GT III auf.

Stilbildend beim GT One sind vier wesentliche Merkmale:

  • Er ist von unten zu befüllen.
  • Er besitzt dementsprechend keine Liquidflusskontrolle (LC).
  • Er verfügt über ein Single-Coil-Deck, das recht eindeutig auf den MTL-Einsatz hin konstruiert ist.
  • Er verfügt nicht über einen gewohnten Ring zur äußeren Einstellung der Airflow. 

SmokerStore Taifun GT One Review Testbericht DampfmatikerMit anderen Worten: der neue Taifun GT One ist durchaus eine eigene Spezies im Gesamtwerk von SmokerStore. Im Übrigen weist er auch konstruktionstechnisch keine Verwandtschaft zum GTR auf, von ein paar Details im äußeren Design einmal abgesehen.

Bis auf die Sache mit dem Single-Coil-Deck assoziiert man bei den oben genannten Punkten im Falle, dass sie gegenteilig angeboten werden (Topfill, einstellbare Airflow und vorhandene Liquidkontrolle), durchaus den Einsatz an Hirnschmalz in der Entwicklung, Aufwand in der Konstruktion und Kostenentwicklung in der Fertigung hinsichtlich Maschinenzeit und Material.

Gegenteilig könnte man argumentieren, dass der GT One das Konzept „schlicht und klar“ verfolgen könnte. Aus meiner Sicht – insbesondere im Vergleich mit dem ungleich aufwendigeren Taifun GX – handelt es sich hier jedoch eher um kostensenkende Maßnahmen.

Das ist für sich genommen kein Nachteil, denn nach wie vor gibt es auch Verdampfer weit unter 100€, die durchaus hervorragende Eigenschaften aufweisen.

Zusammenfassend darf ich also feststellen, dass es sich beim GT One nicht nur um einen SmokerStore-Taifun für unter 100€ handelt, sondern auch um einen Verdampfer, der den Preis schon durch seine Konstruktion verständlich macht, oder erklärt? Dokumentiert? Mir fällt der richtige Begriff nicht ein, ich entschuldige mich.

 

Konstruktion

Der Taifun GT One stellt sich gleich zu Anfang nach dem Auspacken als überaus selbsterklärend dar. Ich möchte sagen: abgesehen davon, dass er ein RTA (Selbstwickler) ist, springt mich so ein bißchen Retro-Feeling an, eine Rückversetzung in vergangene Zeiten, als zum Beispiel Topfill noch niemand auf dem Schirm hatte. Auch das: im Grunde nicht schlecht – wenn es denn zielführend ist.

Im Gegensatz zum Taifun GX, wo man als Reviewer wirklich den gesamten verfügbaren Wortschatz auspacken musste, um mit einer schriftlichen Beschreibung die Konstruktion annähend darzustellen, birgt der GT One keine wirklichen Geheimnisse.

SmokerStore Taifun GT One Review Testbericht DampfmatikerDer GT One ist ein Bottom-Coiler im klassischen Sinne: die Wicklung sitzt auf der Basis unter dem Tank und das Liquid kann von oben nach unten fließen und über kleine Öffnungen seitwärts der Coil an die Watte gelangen. Dort, wo bei anderen Verdampfern – häufig – ein Einstellring für die Airflow sitzt, befindet sich beim GT One nichts. Anstatt des Ringes gibt es zwei einzelne Luftöffnungen, von denen mittels einer Madenschraube jeweils eine nach Wahl verschlossen werden kann. Im Auslieferungszustand ist die Schraube nicht vorinstalliert und liegt im Ersatzteiltütchen bei.

Das Wickeldeck sieht ähnlich simpel aus, wobei der Pluspolzylinder die Luftführung enthält und ähnlich wie beim Taifun GTR von unten durch die Pluspolschraube gehalten wird. Der Übergang der Außenluft nach innen unter die Coil kann über austauschbare Airflow-Pins eingestellt werden. Das ist entsprechend der nicht einstellbaren äußeren Airflow die aus meiner Sicht sinnvollste Lösung, um eine gescheite MTL-Airflow zu gewährleisten. Es gibt inzwischen eine Reihe sehr guter MTL-Recken, die auf die Einstellung der Airflow außen ganz und gar verzichten. 

Der obere Teil des Verdampfers, der den Tank repräsentiert, ist innerlich aus einer PSU-Hülse, über die außen ein Edelstahlmantel sozusagen gestülpt ist. Der Mantel wird durch die abschraubbare Topcap fixiert, die ein Werkteil zusammen mit Kamin und Verdampferglocke darstellt. Somit besteht der Tank im Ganzen aus drei Teilen, die außer zum Säubern nicht demontiert werden müssen. Im unteren Teil des PSU-Tanks ist das Gewinde eingefräst, durch das der Tank auf die Base aufgeschraubt wird. Man schraubt hier also ein Kunststoffgewinde auf einen Gegenpart aus Edelstahl. (Anmerkung der Redaktion: beim GTR befindet sich das benötigte Gewinde in der Verdampferglocke aus Edelstahl.)

Da es wie bereits beschrieben auch keine Liquidkontrolle oder Ähnliches gibt, schraubt man den Tank einfach auf die Base. Das ist alles. Allerdings auch dann, wenn es ums Befüllen geht. Denn dazu nimmt man den Tank von der Base, um ihn von unten zu befüllen. Das geschieht, indem man mit viel Geduld und guten Augen die Tropfspitze der Liquidflasche so an der Innenseite des  Glases platziert, dass das Liquid an der Außenseite der Glocke, also zwischen Glas und Glocke in den Tank fließt.

Es ist jetzt nicht so, dass ich Bottomfiller irgendwie ablehnen würde oder nicht gut fände. Einige meiner liebsten MTL-Verdampfer werden von unten befüllt. Beim kleinen Merlin Nano lässt sich mit etwas Geschick sogar aus einer Glasflasche ohne Spitze von unten einfüllen, ohne dass etwas schief geht. Um ehrlich zu sein, hatte ich beim ersten Befüllen des GT One das Gefühl, dass man eine anwenderfreundliche Lösung dazu irgendwie in der Konstruktion „vergessen“ hätte. 

SmokerStore Taifun GT One Review Testbericht DampfmatikerDas Wickeldeck selbst ist klar auf den Singel-Coil-Einsatz ausgelegt, wobei zwei Schrauben die Drahtenden direkt auf der Oberfläche des Decks fixieren. Kann man machen, mir sind dezidierte Pföstchen dafür allerdings lieber. Man sieht hier auch auf den ersten Blick, dass der Plupolzylinder plan mit der restlichen Oberfläche des Decks ist.

Wenn man den Draht dort anbringt, setzt die Konstruktion stillschweigend voraus, dass sich der die Wicklung anbringende Mensch über die elektrischen Eigenschaften der beiden nur durch ein schmales Lückchen unterbrochenen Teile des Decks im Klaren ist. Weiter unten sitzt natürlich auch ein Isolator und ein O-Ring, wodurch der Pluspol vom Rest der Basis hinreichend isoliert ist.

Dementsprechend wird man den überstehenden Draht wie immer kürzen und ganz selbstverständlich noch etwaig überstehende Drahtbeinchen so umbiegen, dass sie wirklich nur auf dem Pluspol zu liegen kommen; insbesondere da man es bei dieser Konstruktion eigentlich kaum schafft, den Draht bündig zur Schraube zu kürzen. Alternativ kann man den Draht auch ganz um die Schrauben drehen.

Aber wie dem auch sei: für Neulinge auf dem Gebiet sehe ich hier durchaus eine Fehlerquelle. Hat die Dampferin/der Dampfer nämlich keinen Schimmer, was diese kleine Spalte dort zu bedeuten hat, lässt sie/er das Drahtende vielleicht etwas überstehen, wobei es dann beim Zuschrauben des GT One in der schlechtesten Position beim Feuern einen kaum zu vermeidenden Kurzschluss erzeugen wird.

Ich muss zugeben, wenn ich beim ersten Beäugen des GT One an der ein oder anderen Stelle so ein bißchen die Stirn gerunzelt habe, nach der Devise „Naja, schaun wa erst ma…“, habe ich beim Wickeldeck meinen ersten Aussetzer, was die Nachvollziehbarkeit des Objektes betrifft. Mag ja sein, dass solch ein flaches Deck Vorteile hat, aber das war beim GT III schon wesentlich eleganter gelöst. Hier den Draht einfach auf die Deckoberseite zu friemeln und dann noch das Risiko des Kurzschlusses zu haben, begeistert mich jetzt wirklich nicht.

Gut, Selbstwickelverdampfer sind keine Anfängergeräte und man sollte erwarten, dass jemand, der im Selbstwickeln erfahren ist, hier weiß, wie er vorzugehen hat. Aber im Hinblick auf den MUA (maximal unerfahrener Anwender) würde ich mir an der Stelle etwas mehr Sicherheit wünschen, was das Kurzschlußrisiko angeht. (Ich betone, dass sich für mich die Kurzschlußgefahr lediglich aus meiner optischen Ableitung ergibt. Wirklich ausprobiert habe ich es nicht – aus naheliegenden Gründen.)

 

Airflow

Wie schon oben beschrieben macht die Airflow von außen betrachtet einen recht vernünftigen Eindruck. Durch die klare Position des äußeren Einlasses und die Flexibilität des Auslasses durch die austauschbaren Pins wäre hier grundsätzlich von einer guten Einstellbarkeit nach den persönlichen Vorlieben auszugehen.

SmokerStore Taifun GT One Review Testbericht DampfmatikerIm Auslieferungszustand ist eine Airflow-Pin mit 1,2 mm installiert. Das kann als eine Art Kompromiss in beide Richtungen, straffer wie offener, angesehen werden, da die alternativen Airflow-Pins optional hinzugekauft werden müssen. Derer gibt es vier Varianten, die auf dem Bild links zu sehen sind.

Damit haben wir eine taugliche Auswahl von straffem MTL bis hin zu restriktivem DTL (auch gerne „rDL“ genannt).

Wer meine Reviews kennt, weiß, wie gerne ich auf einer tollen Airflow, die richtig gut funktioniert, herumreite. Es ist mir immer wieder eine Freude, bei einigen Adepten zu sehen, wie sehr man sich konstruktionsseitig Gedanken macht, dass diese Airflow das tut, was sie soll und das am besten noch möglichst optimal – zuletzt beim Chariot RTA von Arcana Mods, beim Aspire Neeko oder auch – wenn auch speziell – beim Steam Crave Mini Robot.

In der ersten Version des GT One war hier der erste massive Einbruch gegeben. Die Airflow wurde von außen über insgesamt drei Richtungswechsel im 90°-Winkel unter die Coil geführt, was zu alternierender Verlangsamung und Beschleunigung im Verlauf führte. Am Ende war es fast egal, welchen AF-Pin man einsetze, das Zugempfinden war immer unbefriedigend.

In der neuen Version verläuft der Kanal nun diagonal durch den Pluspol-Zylinder und startet gleich gegenüber der Einlässe außen an der Base. Hierdurch nimmt die Luft einen geradlinigen, sauberen Verlauf zum Auslass hin. Entsprechend entfalten die verschiedenen Airflow-Pins den zu erwartenden Effekt. 

Im Idealfall strömt die Luft auf möglichst großzügigem Weg ungehindert zur Airpin, damit dort der größtmögliche Kompressionseffekt herbeigeführt werden kann. Hierdurch wird der Einsatz austauschbarer Airpins sinnfällig und sorgt für sehr individuelle Abstimmmöglichkeiten nach dem persönlichen Geschmack. Dieser Umstand traf auf den Taifun GT One in der ersten Version nur rudimentär zu. In der neuen Version ist das Dilemma behoben und sauber korrigiert.

Der nächste entscheidende Faktor ist die Verdampferglocke sowie der Übergang von derselben in den Kamin. Auch hier hat SmokerStore die ursprüngliche Version geändert und auf einen brauchbaren Stand gebracht: fundamentale Änderung Nummer 2 also.

Man verzeihe mir diese Ausdrucksweise, aber aus meiner Sicht hat die Glocke zuvor nicht funktioniert. Sie war sehr klein, kaum erhaben und halbrund. Klein wäre schonmal gut, kann aber auch ins Auge gehen. Flach wäre auch okay, solange die Oberseite zum Kamin passt. Und halbrund kann funktionieren, wenn die Höhe dazu stimmt. Irgendwie passte aber nichts zusammen, denn mich beschlich das Gefühl, dass der Dampf dort drinnen nicht wirklich sauber transportiert wird. Es fühlte sich eher an, als würde er (der Dampf), bevor er den Weg in den Kamin findet, sehr stark verwirbelt werden.

Man konnte das auch sehen: wenn man nach wenigen Zügen den GT One aufschraubte, sah man eine Glocke, die innen tropfnass war. Das war Kondensflüssigkeit, die sich bei starken Verwirbelungen absetzt. (Zum Vergleich: beim selben Test mit dem Aracana Mods Chariot erscheint die Glocke innen fast trocken.)

In der neuen Version ist die Glocke praktisch neu konstruiert: sie ist nicht mehr halbrund, sondern verläuft konisch nach oben, wobei ein kleiner halbrunder Absatz den Übergang zum Kamin schafft. Die zuvor bestehenden Mängel lassen sich hier nicht mehr feststellen. Der Dampf wird sauber transportiert und die Glocke bleibt an der Innenseite relativ „unfeucht“, was darauf schließen lässt, dass die zuvor bemängelten Verwirbelungen nun nicht mehr stattfinden.

 

Praxis

Aufschrauben, wickeln, befüllen, schließen. Das wären die normalen Schritte auf dem Weg, den Taifun GT One wie jeden anderen Verdampfer in Betrieb zu nehmen. Ist hier auch so, deshalb gibt es kaum etwas außerordentliches an dieser Stelle zu erläutern.

Das Wickeln geht recht einfach von der Hand, eingedenk des Umstandes, dass jegliche Elemente zur Drahtfixierung fehlen.

Die Befüllung ist für meinen Geschmack irgendwie seltsam befremdlich. Befüllung von unten, wie gesagt, eigentlich kein Minuspunkt für meinen Geschmack, aber in diesem Fall doch sehr umständlich. Mit einer etwas breiteren Liquidspitze läuft die Flüssigkeit vielleicht auch gleich in die Glocke.

Durch die nicht vorhandene Liquidkontrolle und die fehlende Airfloweinstellung außen dampft man einfach drauf los. Einzustellen gibt es ab dem vollendeten Coileinbau nichts. Okay, man kann mit den Airflow-Pins noch bißchen probieren, welchen Zugwiderstand man eher mag. Es gibt, so man sie dazu kauft, ja auch eine ordentliche Auswahl dazu.

Das Driptip ist übrigens identisch zu dem des GTR. Das sei noch am Rande erwähnt.

 

Geschmack und Dampf

Das Dampfen mit der ersten GT One-Version war für mich persönlich mehr als unbefriedigend, der Dampf war seltsam inkonsistent und Geschmack war kaum vorhanden. Selbst bei sehr kräftigen Liquids dunkler und herber Prägung kam allenfalls der Aromenbauch ein bißchen zur Geltung, jedoch keinerlei Nuancen. Zurückzuführen war das auf die glücklose Luftführung bis zur Coil und die Verwirbelungen in der Glocke.

In der aktualisierten Version nun ist der Geschmack vorhanden. Ich würde es so beschreiben, dass der GT One gut schmeckt und dass das Zuggefühl nun auch stimmt. Das was in die Mundhöhle „fliegt“ entspricht dem, was man beim Ziehen empfindet.

Auch der mehr als gnadenlos harte Throat Hit der ersten Version ist jetzt kultivierter. Wer noch den N[duro] von Stattqualm kennt, weiß, was ein strammer Flash ist. Ich mag sowas, deshalb liebe ich ja auch den N[duro] so sehr. Beim GT One Version 1 war es jedoch selbst mir zu hart.

Der Flash beim GT One lässt sich abmildern, indem man beide äußeren Airflow-Einlässe öffnet. Hierdurch wird stärker komprimiert und der Flash geht etwas zurück.

Letztlich lässt sich für den Taifun GT One eine klare Empfehlung aussprechen, wenn jemand einen wirklich strammen Flash bevorzugt. Mit einer geschlossenen Öffnung außen bewegt er sich in den – nennen wir es – Normalbereich und lässt sich sehr smooth und wenig aufgeregt dampfen.

 

Abschließend

Wenn ich die Hauptmerkmale des GT One zusammenfasse, ergibt sich ein für mich sehr gemischtes Gesamtbild. Der GT One ist zweifelsfrei ein echter Taifun, soviel steht fest. Aber ich frage mich: macht er diesem Namen Ehre?

In gewissem Sinne tut er dies, für mich persönlich aber letztlich nicht in überzeugender Weise.

Da wäre zunächst einmal die Gesamtkonstruktion und -konzeption, die deutlich dem Preis geschuldet ist. Aber selbst der Preis relativiert sich in gewisser Weise, da für die meisten Käuferinnen und Käufer die wohl unverzichtbaren Airpins von 6€ pro Stück optional hinzugekauft werden müssen.

SmokerStore Taifun GT One Review Testbericht DampfmatikerMein persönlicher Einwand an der Stelle ist: wozu baut man einen Verdampfer?  Wenn die Kundschaft auf eine geldbörsenfreundliche Investition Wert legt, gibt es Verdampfer wie Sand am Meer, die überdies weniger als halb soviel kosten wie der GT One. Legt man auf einen gewissen Standard aus deutschen Landen Wert, wird man vielleicht gerne auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Deshalb denke ich: der Verdampfer selbst muss sich messen lassen, nicht der Preis.

Zweitens empfinde ich die spartanischen Einstellmöglichkeiten und die Befüllung von unten nicht unbedingt als sehr nachteilig, vergleiche hier aber dann doch mit vergleichbaren MTL-Verdampfern anderer Hersteller, bei denen genau dieses Konzept derart durchdacht ist, dass alles zusammen am Ende schlüssiger wirkt; vor allem, was die Geschmacksentfaltung betrifft. 

Ich denke, der Taifun GT One wird in erster Linie für die Fans interessant, die keinen Taifun in ihrer Sammlung missen wollen. Aus meiner Sicht ist der Taifun GT One ein guter MTL-Verdampfer mit einigen Kompromissen, die ich jedoch auch als solche empfinde. Und dort liegt für mich die Krux: natürlich ist die Produktion in Deutschland kostspieliger als in China, weswegen ein guter Verdampfer aus Deutschland gewohnterweise auch einen wesentlich höheren Preis hat.

Wenn nun ein Verdampfer wie der GT One vorrückt, der deutlich weniger Geld kostet, aber welche der wesentlichen Parameter des höheren Preissegmentes vermissen lässt, fehlt mir trotzdem etwas. Zudem muss er sich auch gefallen lassen, mit der Konkurrenz, die bekanntermaßen nicht schläft, verglichen zu werden.

Und selbst, wenn der GT One ein geschmacklicher Überflieger wäre, würde mich am Ende stören, dass der gesamte Tankkorpus aus PSU besteht, von einer Edelstahlhülse umgeben, die nur dem Design dient. Oben wie unten drehen wir ein Kunststoffgewinde auf Edelstahl, was bei Verdampfern nicht nur chinesischer Herkunft regelmäßig als Minuskriterium ausfällt. Bei einem Verdampfer für 40€ würde ich nichts sagen, aber bei einem Preis von 100€ fällt mir dieses wichtige Detail negativ auf.

Es fällt mir schwer, den GT One in einer Linie mit seinen Vorgängern zu sehen. Dennoch ist er aus meiner Sicht ein guter MTL-Verdampfer – nicht mehr und nicht weniger.

 

SmokerStore Taifun® GT One • Plus & Minus:

Plus: 

  • einfacher und übersichtlicher MTL-Verdampfer
  • Verarbeitung und Materialien sehr gut
  • gute Zug- und Geschmackscharakteristik
  • für deutsche Verhältnisse moderater Preis

Minus:

  • spartanische Ausstattung und Konstruktion
  • Kunststofftank mit tragenden Gewinden
  • Airpins müssen optional erworben werden

© Text und Bilder 2021 by Christoph Keller • Das Kopieren, Weitergeben und/oder die sonstige Verwendung dieses Textes oder der enthaltenen Bilder, ganz gleich in welcher Form, auch auszugsweise, ist ohne Erlaubnis des Urhebers untersagt.
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