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Aspire Nautilus Mini

Review
Nautilus-Coils • Original vs. Kompatible

Ansichten von Christoph Keller

Die BVC-Coils für alle Arten von Nautilus-Verdampfern der Marke Aspire erfreuen sich seit Jahren sehr großer Beliebtheit. Insbesondere im MTL-Einsatz sind die sogenannten BVC-Coils äußerst beliebt. In letzter Zeit sind jedoch auch kompatible Coils von Vaptio auf den Markt gekommen.

Wir wollen uns ansehen, wo die Unterschiede sind.

Die hier besprochenen Nautilus-Coils finden Sie bei Dampfmatiker hier:

Aspire BVC-Coils

Vaptio Cosmo-Coils

Was heißt “BVC”?

Zunächst ein Wort zum Begriff „BVC“: die Abkürzung bedeutet ausgeschrieben „Bottom Vertical Coil“, was soviel heißt, dass die eigentliche Spule (Coil) im Inneren des Verdampferkopfes vertikal ausgerichtet ist, also senkrecht zur Richtung der Verdampferbasis. Der Begriff stammt wohl noch aus der Zeit, als die ersten Fertigcoils auf den Markt kamen, da selbstgewickelte Coils im Allgemeinen horizontal, also parallel zur Verdampferbasis eingebaut werden. Im Grunde sind alle Fertigcoils heute „BVC“-Coils, da die Spule eben vertikal eingebaut ist. Das hat insbesondere konstruktionsbedingte Gründe, da solch eine Fertig-Coil sonst viel zu breit würde.

Zur Sache.

Zum Thema: es wird allseits immer darüber gesprochen, dass die Vaptio-Coils, die nun nautiluskompatibel sind, mit den Original-Aspire-Coils baugleich seien. Das ist jedoch nicht wirklich der Fall. Dass sie kompatibel sind, ist richtig. Das heißt, alle nautiluskompatiblen Coils von Vaptio passen anstandslos in jeden Nautilus von Aspire wie auch in die Verdampfer, die ihrerseits wieder mit dem Nautilus coilkompatibel sind. Das ist grundsätzlich nicht so kompliziert, wie es klingt. Zusammenfassend kann man sagen, dass es im Grunde einerlei ist, welche Nautilus-Coils man sich besorgt, die von Aspire oder die von Vaptio.

Die äußere Form und die Gewinde, die dafür verantwortlich sind, dass die Coils passen, sind bei beiden Herstellern gleich, nicht jedoch die „inneren“ Details. In dieser Betrachtung geht es mir hauptsächlich um die höherohmigen MTL-Coils, die 0,7Ω-Mesh-Coils lasse ich hier außen vor.

Folgende Ausführungen nautiluskompatibler Coils sind für den MTL-Einsatz von Aspire, respektive Vaptio, erhältlich:

  • Aspire: 1,8Ω • 1,6 Ω • 0,7Ω
  • Vaptio: 1,6Ω • 1,2 Ω • 0,7Ω

Die übrigen Widerstände wie 0,7Ω-Mesh oder 0,4Ω sind eher für den restriktiven DTL-Einsatz geeignet.

Nautilus-Coils

Der wesentlichste Unterschied zwischen der 1,6/1,8Ω-Aspire-Coil und der 1,6Ω-Vaptio-Coil besteht in einem recht kleinen aber feinen Detail. Wie man auf dem Foto sehen kann (die Coils stehen auf dem Kopf), weist die 1,6Ω-Vaptio-Coil (Mitte) im Vergleich mit der 1,8Ω-Aspire-Coil (links) und der 1,2Ω-Vaptio-Coil (rechts) eine ungleich kleinere Luftöffnung am Pluspol auf. Während bei den beiden anderen Coils eine wesentlich größere Öffnung besteht, die zudem praktisch durch den Pluspol durchsticht, gibt es bei der 1,6Ω-Vaptio nur eine kleine Öffnung an einer Seite.

Hier wurde sinngemäß aus der Airflow-Physik besserer MTL-Selbstwickelverdampfer abgeleitet: dieser kleine Einlass bedingt, dass die äußere Airflow-Öffnung am Verdampfer selbst – völlig unwichtig, um welchen es sich handelt – am besten in der weitesten Position eingestellt wird. Hierdurch entsteht dann eine sehr gute Luftkompression von außen über die Öffnung an der Coil, so, dass die Luft weitaus schneller das Innere des Kopfes passiert, als es bei den anderen beiden Varianten der Fall ist.

(Wen das Thema noch etwas mehr interessiert, dem empfehle ich die Lektüre meines Artikels „MTL-Grundlagen“ hier in unserem Shop unter „Wissen“ und dort „Grundlagen“.)
Nautilus-Coils

Hinzu kommt, dass die 1,6Ω-Vaptio-Coil an ihrer inneren Spule tatsächlich einen geringfügig größeren Durchmesser hat, als die 1,8Ω-Aspire-Coil. Damit steht etwas mehr Oberfläche zum Verdampfen bereit, was wiederum eine intensivere Dampfentwicklung begünstigt.

Bei der 1,8Ω-Aspire- und der 1,2Ω-Vaptio-Coil ist es im Grunde genau umgekehrt: hier muss die Airflow zwangsläufig von außen eingestellt werden, da der Einlass im Pluspol der Coil eine größere Fläche hat als er durch den Durchmesser der Spule dargestellt wird.

Im Ergebnis passiert folgendes: Die Luft wird – will man seinen Zugwiderstand straff einstellen – an der äußeren, einstellbaren Airflow gebremst und erfährt günstigstenfalls eine Komprimierung erst an der Spule selbst. Das bedeutet, die Energie, die gleichzeitig eine größere Strecke passieren muss, wird ungleich zurückhaltender aufgebaut als in der 1,6Ω-Vaptio-Coil mit dem kleineren Einlass. Denn bei dieser wird die Luft erst unmittelbar vor der Spule beschleunigt und passiert dann die größere Oberfläche der Spule in höherem Tempo, oder eben mit mehr Energie, wenn man so will.

Die „abweichende“ Konstruktion der 1,6Ω-Vaptio-Coil schlägt sich also im Wesentlichen in zwei Effekten nieder:

  • Der Zugwiderstand ist relativ straff, wobei die äußere Airflow-Einstellung des jeweiligen Verdampfers eher die Dampfintensität steuert als den Zugwiderstand
  • Die Dampf- und insbesondere die Geschmacksentfaltung sind bei der 1,6Ω-Vaptio-Coil wesentlich intensiver als bei der Aspire-Coil und er 1,2Ω-Vaptio-Coil.

Ich habe mit diesem kleinen Artikel extra gewartet, bis die neuen 1,2Ω-Vaptio-Coils verfügbar waren, denn ich ging im tiefsten Innern meines Herzens davon aus, dass diese Version ganz ähnlich zur 1,6Ω-Version konstruiert sei. Das ist, wie ich nun feststellen musste, nun nicht so. Man sieht auf dem Foto oben zwischen der Aspire- und der Vaptio-Coil kaum einen Unterschied, von den etwas größeren Liquid-Öffnungen bei Vaptio einmal abgesehen. So richtig nachvollziehbar ist das für mich nun nicht, da zwischen dem Widerstand von 1,2Ω und 1,6Ω kein so wesentlicher Unterschied besteht, wobei auch die Leistungsangaben beider Coils kaum abweichen: die 1,2Ω-Coil von 9 – 15 Watt, die 1,6Ω-Coil von 10 – 15 Watt.

Aus meiner Sicht wäre die 1,2Ω-Coil in gleicher Konstruktion wie die 1,6Ω-Coil konsequenter gewesen, zumal diese Bauart gegenüber der althergebrachten Aspire-Konstruktion einige Vorteile bringt.

Der aus meiner Sicht wesentlichste Punkt bleibt also den 1,6Ω-Vaptio-Coils vorbehalten, auch die übrigen Versionen mit 0,7Ω dürften sich zwischen Aspire und Vaptio gegenseitig kaum etwas nehmen.

Fazit

Wer mit seinem nautiluskompatiblen Fertigcoiler ein im oberen Widerstandsbereich ein möglichst kultiviertes und durchgehend intensives MTL erleben möchte, dem seien die Vaptio-Coils mit 1,6Ω ans Herz gelegt. Nebenbei bleibt bei diesen Coils auch das bei Aspire-Coils zeitweise auftretende Blubbern nach längerem Stehen aus. Diese Coils bedeuten aus meiner Sicht eine absolute Aufwertung aller Nautilus-Verdampfer, auch wenn die Coils eben nicht von Aspire kommen. Aber wer weiß? Vielleicht fühlt sich Aspire ja auch inspiriert und beehrt uns irgendwann mit einer Innvation in dieser Sache. Da es ja auch inzwischen die sogenannten Nauti-Pins gibt, die man sich für die 1,6Ω-Vaptio eben sparen kann, könnte das die Jungs und Mädels bei Aspire so ein bißchen anspornen.

Momentan verfügbare Verdampfer für Nautilus-Coils, zu unserem Shop verlinkt:

Aspire:

Vaptio:

Kizoku:

© Text und Bilder 2020 by Christoph Keller • Das Kopieren, Weitergeben und/oder die sonstige Verwendung dieses Textes oder der enthaltenen Bilder, ganz gleich in welcher Form, auch auszugsweise, ist ohne Erlaubnis des Urhebers untersagt.
Das Verlinken zu diesem Review ist jedoch erlaubt und erwünscht.


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